Ratgeber · KI-Sichtbarkeit

KI-Sichtbarkeit messen: Kennzahlen, Methoden und Tools

KI-Sichtbarkeit beschreibt, wie oft und in welcher Rolle deine Marke, dein Unternehmen oder deine Produkte in Antworten von KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude, Gemini oder Perplexity vorkommen: als Erwähnung, als zitierte Quelle oder als Empfehlung.

Du misst sie, indem du ein festes Set realistischer Fragen mehrfach an die KI-Systeme stellst und auszählst, in wie vielen Antworten du genannt oder zitiert wirst – im Verhältnis zu deinen Wettbewerbern. Weil dieselbe Frage jedes Mal anders beantwortet werden kann, zählt der Anteil über viele Durchläufe, nicht die einzelne Antwort.

Stand: 17.10.2026Lesezeit ca. 15 Min.

Was ist KI-Sichtbarkeit?

KI-Sichtbarkeit (englisch AI Visibility oder AI Search Visibility, auch „Sichtbarkeit in KI“) ist der Grad, in dem ein Unternehmen, eine Marke oder ein Produkt in KI-generierten Antworten vorkommt: in Chat-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Perplexity und in KI-Antworten der Suche, etwa Googles AI Overviews (KI-Übersichten) und AI Mode (KI-Modus). Einen einheitlichen, offiziellen Messwert gibt es nicht: Du zählst selbst, was in den Antworten steht. Dabei kommt es nicht nur darauf an, ob du vorkommst, sondern auch wie. Drei Stufen lassen sich unterscheiden:

Stufe 1
Erwähnung

Dein Name steht im Antworttext, mit oder ohne Link.

Stufe 2
Zitierung

Eine URL deiner Domain steht als Quelle bei der Antwort.

Stufe 3
Empfehlung

Die Antwort schlägt dich als Lösung oder erste Wahl vor.

Die Stufen treten getrennt auf: Eine Marke wird genannt, ohne dass eine Quelle verlinkt ist, und eine Domain dient als Quelle, ohne dass der Name fällt. Genannt zu werden heißt außerdem nicht, gut wegzukommen. Miss deshalb jede Stufe einzeln und bewerte die Tonalität.

Warum KI-Sichtbarkeit anders funktioniert als ein Google-Ranking

Ein Ranking ist eine Position in einer geordneten Trefferliste, die du mit dem Google Ranking Check abfragst und später vergleichst. Eine KI-Antwort ist dagegen ein neu formulierter Text: Es gibt keine Plätze, sondern Nennungen im Fließtext und optional Quellenlinks. Google beschreibt, dass AI Overviews und AI Mode mehrere verwandte Suchen zu Teilthemen ausführen können („query fan-out“) und dass beide unterschiedliche Modelle und Techniken nutzen können. Antworten und Links fallen dann verschieden aus.

Hinzu kommt der Zufall. In einer Untersuchung von SparkToro und Gumshoe.ai (veröffentlicht im Januar 2026, 600 Freiwillige, 2.961 Durchläufe, nicht peer-reviewt; Gumshoe.ai verkauft selbst KI-Tracking) lieferten ChatGPT und Googles KI in weniger als einem von hundert Fällen zweimal dieselbe Markenliste, in derselben Reihenfolge noch seltener. Die Autoren halten den Sichtbarkeitsanteil über viele Durchläufe für belastbarer als einen einzelnen Rang. Darauf baut diese Seite auf.

Schließlich sehen Nutzer oft nur eine Antwort statt zehn Treffer und müssen nicht klicken: Du kannst genannt werden, ohne dass jemand deine Seite öffnet. Wie sich die Optimierung dafür vom klassischen SEO unterscheidet, erklärt der Vergleich GEO vs. SEO. Begriffe wie GEO, LLMO und AEO bezeichnen meist die Optimierung. KI-Sichtbarkeit ist die Größe, die du dabei misst.

Welche KPIs sind wichtig für die Messung von KI-Sichtbarkeit?

Keine einzelne Kennzahl beschreibt KI-Sichtbarkeit vollständig. Starte mit Erwähnungsrate, Zitierrate, Share of Voice und Themenabdeckung; Prominenz, Tonalität und Faktentreue folgen, sobald die Grundzahlen stehen. Entscheidend ist der Nenner: Lege für jede Quote fest, wodurch du teilst. Meist sind es alle Antworten, bei der Prominenz nur die Antworten mit Nennung.

Kennzahlen für KI-Sichtbarkeit im Überblick
KennzahlBerechnungDarauf achten
ErwähnungsrateAntworten mit Nennung ÷ alle AntwortenMarkenfreie und Marken-Prompts getrennt auswerten, sonst ist die Rate verfälscht.
Zitierrate und QuellenanteilAntworten mit eigener URL ÷ alle Antworten. Quellenanteil: eigene Zitate ÷ alle Zitate.Nur sichtbare Quellenangaben zählen. Ob ein Inhalt unsichtbar einfloss, lässt sich nicht belegen.
EmpfehlungsrateAntworten mit Empfehlung ÷ alle AntwortenBraucht eine feste Kodierregel, etwa „als geeignete Option mit Begründung genannt“.
Share of Voiceeigene Nennungen ÷ Nennungen aller beobachteten MarkenGilt nur für dasselbe Prompt-Set und dieselbe Wettbewerberliste.
ProminenzAntworten, in denen du unter den ersten drei Marken stehst ÷ Antworten mit NennungExakte Ränge schwanken stark. Nutze grobe Klassen statt Platz 1 bis 10.
TonalitätAnteile positiver, neutraler und kritischer NennungenVon Hand oder per Modell klassifiziert. Prüfe eine Stichprobe nach.
ThemenabdeckungPrompts mit mindestens einer Nennung ÷ alle Prompts, je ThemaZeigt Lücken, die der Gesamtwert verdeckt.
Quellen-DomainsHäufigkeit der zitierten Domains im Prompt-SetZeigt, welche Portale, Vergleichsseiten und Foren statt deiner Seite zitiert werden.
Faktentreuekorrekte Aussagen ÷ geprüfte AussagenWichtig bei Preisen, Leistungen und Produktdaten.
Die Bezeichnungen sind uneinheitlich. Achte auf die Definition, nicht auf den Namen, und dokumentiere deine Formeln.

AI Visibility Score: ein Index, den du selbst definierst

Ein AI Visibility Score fasst mehrere Kennzahlen in einer Zahl zusammen, meist von 0 bis 100. Einen gemeinsamen Standard gibt es nicht: Semrush vergleicht die Nennungen einer Marke mit dem Median der wichtigsten Branchenwettbewerber, SISTRIX bündelt klassische Suche und KI-Systeme in einem AI Visibility Index. Zahlen verschiedener Tools sind deshalb nicht vergleichbar, und ein Score ohne offene Formel bleibt eine Behauptung.

Für eigene Auswertungen baust du den Index so, dass jeder ihn nachrechnen kann:

  1. Komponenten wählen. Nimm Kennzahlen, die du auch einzeln berichtest, etwa Erwähnung, Zitierung und Empfehlung.
  2. Punkte vergeben. Je ein Punkt pro Antwort für Erwähnung, Zitierung und Empfehlung, also null bis drei.
  3. Umrechnen. Score = 100 × Punktsumme ÷ (3 × Anzahl Antworten). Die Gleichgewichtung ist eine Setzung. Gewichte wichtigere Prompts höher und halte die Gewichte schriftlich fest.
  4. Einfrieren. Prompt-Set, Systeme, Wiederholungen und Gewichte bleiben gleich („Score v1“). Änderst du etwas, startet eine neue Reihe.
  5. Nie allein zeigen. Nenne den Score immer mit den Einzelkennzahlen und der Schwankungsbreite.

Rechenbeispiel mit frei gewählten Zahlen, keine Messwerte: Bei 100 Antworten wirst du 40-mal erwähnt, 15-mal zitiert und 10-mal empfohlen. Das sind 65 Punkte, der Score liegt bei 100 × 65 ÷ 300 ≈ 22. Ob das viel ist, verrät die Zahl nicht. Sie taugt nur für den Vergleich mit dir selbst über die Zeit oder mit Wettbewerbern, die du nach derselben Formel misst.

Prompt-Set erstellen: So baust du ein effektives Set fürs Tracking

Das Prompt-Set ist dein Messinstrument: eine feste Liste von Fragen, die du immer wieder stellst. Ändert sich die Liste, sind Ergebnisse nicht mehr vergleichbar. Sie soll abbilden, was Menschen tatsächlich fragen, nicht was du gern hören würdest.

  1. 01

    Themen und Intentionen

    Wähle vier bis acht Themen und decke je Thema vier Intentionen ab: informieren, vergleichen, auswählen, kaufen. Echte Formulierungen liefern Fragen aus Support und Vertrieb, die Suchanfragen deiner Search Console und die „Ähnlichen Fragen“ von Google.
  2. 02

    Markenfrei und mit Marke

    Markenfreie Prompts („Welcher Anbieter eignet sich für …?“) zeigen, ob du in der Auswahl auftauchst, bevor jemand deinen Namen kennt. Marken-Prompts zeigen, wie die KI dich beschreibt. Werte beide getrennt aus.
  3. 03

    Anzahl

    Richtwert aus der Praxis, nicht wissenschaftlich begründet: 20 bis 50 Prompts zum Start, mindestens fünf je Thema. Lieber 25 verschiedene Fragen als 100 Varianten derselben.
  4. 04

    Sprachen und Regionen

    Formuliere pro Sprache neu, statt zu übersetzen, und lege Sprache und Land je Set fest, etwa Deutschland, Österreich und die Schweiz getrennt.
  5. 05

    Produkte

    Ergänze Prompts auf Produkt- und Kategorieebene: Bedarf, Vergleich, konkrete Eigenschaften. So misst du Produkte, nicht nur die Marke.
  6. 06

    Wettbewerber

    Notiere drei bis acht erwartete Wettbewerber. Ergänze nach der ersten Messung die Marken, die tatsächlich in den Antworten stehen, etwa Vergleichsportale oder Marktplätze.
Beispiel-Prompt-Set für einen fiktiven Laufschuh-Shop
TypBeispiel-PromptMisst
Informieren, markenfreiWorauf achte ich beim Kauf von Laufschuhen bei Plattfüßen?Erwähnung, Quellen-Domains
Vergleichen, markenfreiWelche Alternativen gibt es zu [Wettbewerber]?Share of Voice, Prominenz
Auswählen, produktnahWelche Laufschuhe eignen sich für Marathon-Einsteiger unter 150 Euro?Erwähnung, Empfehlung, zitierte Produktseite
Kaufen, markenfreiWelcher Online-Shop berät gut zu Laufschuhen?Empfehlung, Zitierung
Marke direktWas taugt [Shopname] für Laufschuhe?Tonalität, Faktentreue

Wie misst du Sichtbarkeit in KI-Antworten? Der Messablauf

Ob du die KI-Sichtbarkeit deines Unternehmens oder einzelner Produkte misst: Der Ablauf ist derselbe. Eine Messung ist nur dann etwas wert, wenn du sie später genauso wiederholen kannst.

Messablauf für KI-Sichtbarkeit in fünf SchrittenFünf Schritte stehen untereinander: 1 Prompt-Set festlegen, 2 Abfragen durchführen, 3 Antworten sichern, 4 Antworten kodieren, 5 Kennzahlen berechnen. Ein Pfeil führt von Schritt 5 zurück zu Schritt 2. Er steht für die Wiederholung der Messung mit demselben Prompt-Set in festem Rhythmus.01Prompt-Set festlegenThemen, Intentionen, markenfreiund mit Marke, Wettbewerber02Abfragen durchführenjeden Prompt mehrfach stellen, jeSystem getrennt, im neuen Chat03Antworten sichernWortlaut, Quellen-URLs, Datum,System, Land und Sprache04Antworten kodierenErwähnung, Zitierung, Empfehlung,Prominenz, Tonalität, Wettbewerber05Kennzahlen berechnenQuoten mit festem Nenner undSchwankungsbreite angebenWIEDERHOLEN MIT DEMSELBEN SET
Der Messablauf in fünf Schritten. Der Pfeil rechts steht für die Wiederholung mit identischem Prompt-Set.

Das hältst du pro Antwort fest

  • Prompt-ID und exakter Wortlaut
  • System, Modell oder Modus (etwa mit Websuche), angemeldet oder nicht
  • Datum, Uhrzeit, Land und Sprache
  • vollständige Antwort und alle Quellen-URLs
  • Kodierung: Erwähnung, Zitierung, Empfehlung, Prominenz, Tonalität, genannte Wettbewerber, Fakten korrekt

Ohne diese Angaben kannst du später nicht erklären, warum sich eine Zahl verändert hat.

Wiederholungen und Stichprobengröße

Stelle jeden Prompt mehrfach, jeweils in einem neuen, leeren Chat. Als Richtwert gelten drei bis fünf Wiederholungen je Prompt und System. Deine Antworten sind dann n = Prompts × Wiederholungen je System: 25 Prompts je viermal ergeben 100 Antworten. Das reicht nur für grobe Aussagen:

Zufallsschwankung bei n Antworten in Prozentpunkten (95-%-Bereich, Näherung)
Antworten (n)Einzelner Anteil (±)Unterschied zweier Messungen (±)
501420
1001014
200710
40057
Eigene Näherung für einen Anteil um 50 Prozent (ungünstigster Fall) und unabhängige Antworten. Sie zeigt die Größenordnung, keine exakte Signifikanzgrenze. Nahe 0 oder 100 Prozent ist die Schwankung kleiner.

Ein Sprung von 30 auf 35 Prozent bei 100 Antworten kann also reiner Zufall sein. Erhöhe n oder warte auf Veränderungen, die deutlich über der Schwankung liegen. Die Stabilität eines Prompts misst du als Anteil der Wiederholungen mit Nennung.

Systeme, Modelle und Zeitpunkte

Messe jedes KI-System getrennt und mische die Werte nie in einer Quote. Wähle die Systeme, die deine Zielgruppe nutzt; drei reichen für den Anfang. Halte fest, ob du angemeldet gemessen hast und ob die Websuche aktiv war. Verteile die Wiederholungen auf mehrere Tage, damit mögliche Tagesschwankungen nicht ein Ergebnis dominieren, und wiederhole die Reihe in festem Rhythmus, zum Beispiel monatlich, mit demselben Set.

Wie misst du die KI-Sichtbarkeit vor und nach einer Content-Kampagne?

Ein sauberer Vorher-nachher-Vergleich braucht drei Dinge:

  1. Zwei Nullmessungen vor dem Start, im Abstand von ein bis zwei Wochen. Sie zeigen die normale Schwankung deines Sets.
  2. Test- und Kontroll-Prompts. Test-Prompts betreffen das Kampagnenthema, Kontroll-Prompts Themen ohne Kampagne. Verschiebt sich nur die Testgruppe, spricht das eher für die Kampagne als für ein Modell-Update.
  3. Feste Nachmessungen, etwa nach zwei, vier und acht Wochen. Wann neue Inhalte in Antworten ankommen, hängt vom System ab.

Prüfe zusätzlich, ob die neuen URLs als Quellen auftauchen. Das ist der direktere Beleg als die Erwähnungsrate. Mögliche Maßnahmen behandelt der Ratgeber KI-Sichtbarkeit verbessern.

KI-Sichtbarkeit für Produkte und Produktseiten messen

Wie misst du die KI-Sichtbarkeit deiner Produktseiten? Die Frage „Werde ich genannt?“ reicht nicht. Miss drei Ebenen: Wird das Produkt oder die Kategorie genannt? Wird die passende Seite zitiert oder stattdessen ein Marktplatz, Testportal oder Forum? Stimmen Preis und Eigenschaften in der Antwort? Die Quellen-Domains je Prompt zeigen, wer statt deines Shops zitiert wird. Die Webanalyse ergänzt, welche Produktseiten Besuche aus KI-Quellen erhalten.

KI-Sichtbarkeit in mehreren Sprachen messen

Baue pro Sprache und Land ein eigenes, nativ formuliertes Prompt-Set und vergleiche nur innerhalb einer Sprache. Quellen und Wettbewerber unterscheiden sich in der Regel je Markt. Einen globalen Score bildest du nur mit offengelegten Marktgewichten. Bei Tools prüfst du, ob Sprache und Land pro Prompt einstellbar sind.

Wie vergleichst du deine KI-Sichtbarkeit mit Wettbewerbern?

Alle Marken bekommen dasselbe Prompt-Set, dieselben Systeme und dieselben Wiederholungen. Erfasse in jeder Antwort alle genannten Marken und lege pro Marke eine Namensliste fest (Schreibweisen, Abkürzungen, Tochtermarken), sonst unterschätzt du Nennungen. Daraus berechnest du den Share of Voice, zusätzlich vergleichst du Zitierrate und Prominenz. Der Vergleich zeigt, wo du stehst, nicht warum. Die Gründe stecken in den zitierten Quellen.

Schwierigkeiten bei der Messung von Sichtbarkeit in KI-Antworten

Eine KI-Messung ist eine Stichprobe mit Rauschen, keine Vollerhebung. Diese Grenzen gehören in jeden Bericht:

  • Variabilität. Dieselbe Frage führt zu unterschiedlichen Antworten. Einzelne Antworten sind Anekdoten, erst Wiederholungen ergeben Anteile.
  • Personalisierung und Kontext. Konto, Verlauf, Einstellungen, Standort und Sprache können Antworten beeinflussen. Wie stark, ist von außen schwer zu sagen. Bei SparkToro blieben Gerät, Standort und Verlauf unkontrolliert. Eine neutrale Messung zeigt nicht, was jede Person sieht.
  • Unbekannte Nachfrage. Wie oft Menschen welche Frage stellen, weiß von außen niemand sicher. Dein Prompt-Set ist eine begründete Annahme, und Prompt-Volumina in Tools sind Schätzungen: Ahrefs beschreibt seine Prompts als aus realen Suchanfragen modelliert.
  • Lückenhafte offizielle Daten. Google zeigt in der Search Console laut Hilfeseite seit dem 31. August 2026 einen Bericht zur generativen KI (sofern genug Impressionen vorliegen), als Kennzahl allerdings nur Impressionen in AI Overviews und AI Mode. Die Bing Webmaster Tools melden seit Februar 2026 (Public Preview) Zitierungen in Copilot und Bing-KI-Zusammenfassungen; die Suchbegriffe sind laut Bing eine Stichprobe. Für ChatGPT, Claude und Perplexity ist uns kein allgemein verfügbarer Bericht für Website-Betreiber bekannt.
  • Systemunterschiede. Kein System steht stellvertretend für andere. Selbst AI Overviews und AI Mode unterscheiden sich laut Google, und AI Overviews erscheinen nicht bei jeder Suche.
  • Abfragemethode von Tools. Tools fragen über Schnittstellen oder bilden die Oberfläche nach; SE Ranking beschreibt Letzteres. Ob Schnittstellenantworten genauso schwanken wie die Oberfläche, ist laut SparkToro offen. Frage Anbieter, wie sie abfragen.
  • Technische Sperren. Sperrst du OAI-SearchBot in der robots.txt, erscheint deine Website laut OpenAI nicht in den Suchantworten von ChatGPT, höchstens als Link. Prüfe das vor der Messung, sonst misst du eine Sperre statt Sichtbarkeit. Dein Server-Log zeigt, ob KI-Crawler überhaupt abrufen.

KI-Sichtbarkeit Tools: Kategorien, Funktionen und Unterschiede zu SEO-Tools

Für den Start reicht eine Tabelle. Ein Tool lohnt sich bei vielen Prompts, mehreren Systemen oder regelmäßigen Messungen. Es gibt fünf Kategorien; die Beispiele stammen von Herstellerseiten (Stand: 17. Oktober 2026) und sind keine Empfehlung. Den ausführlichen Vergleich findest du in den GEO-Tools im Vergleich.

Kategorien von Werkzeugen für KI-Sichtbarkeit
KategorieEignet sich fürGrenzenBeispiele
Manuell (Tabelle und Chat)Einstieg, kleine Prompt-SetsZeitaufwand, kaum skalierbar–
Spezialisierte TrackerPrompt-Tracking über mehrere Systeme, mit WettbewerbernIn der Regel kostenpflichtig, Abfragemethode oft nicht offengelegtPeec AI, Otterly.AI, Rankscale, Profound
SEO-Suiten mit KI-ModulKI-Daten neben Rankings und AuditsKI-Teil teils Zusatzmodul oder BetaSemrush, Ahrefs (Brand Radar), SE Ranking, SISTRIX
Kostenlose ChecksErster EindruckMomentaufnahme, begrenzte Nutzung, meist kein VerlaufAhrefs, Semrush, SE Ranking, HubSpot, KI-Sichtbarkeit Check
Offizielle Daten und WebanalyseImpressionen, Zitierungen, BesucheNur Google bzw. Microsoft, keine Prompt-SichtSearch Console, Bing Webmaster Tools, Webanalyse

Gibt es kostenlose Tools zur Überprüfung der KI-Sichtbarkeit?

Ja, aber als Momentaufnahme. Laut Herstellerseiten bietet Ahrefs einen kostenlosen Checker ohne Anmeldung (Top-5-Listen, ohne Wettbewerbervergleich), Semrush drei kostenlose Checks pro Tag ohne Konto und SE Ranking fünf pro Tag. Der AI Search Grader von HubSpot ist ein Einmal-Check. Dauerhaftes Tracking mit eigenen Prompts gehört bei ihnen zu den Konto- oder Bezahlprodukten. Kostenlos sind außerdem Search Console, Bing Webmaster Tools, Webanalyse und unser KI-Sichtbarkeit Check. Weitere Gratis-Werkzeuge für klassisches SEO findest du unter Kostenlose SEO-Tools.

Welche Funktionen sind in einem Tool für KI-Sichtbarkeit unverzichtbar?

Für belastbare Messungen sind diese sieben Funktionen aus unserer Sicht das Minimum:

  • eigene Prompts in festen Sets, markenfrei und mit Marke getrennt
  • mehrere Abfragen je Prompt und eine ausgewiesene Schwankung statt eines Einzelwerts
  • mehrere KI-Systeme getrennt, mit Land und Sprache je Prompt
  • Rohantworten und Quellen-URLs zum Nachprüfen
  • Wettbewerber und Share of Voice im selben Prompt-Set
  • Verlauf mit Zeitstempel sowie Export oder Schnittstelle
  • offengelegter Messaufbau: Abfrageweg, Modelle und Modi, Formel des Scores

Tonalitätsanalyse, Warnungen und Handlungsempfehlungen sind nützlich, aber nachrangig.

Wie unterscheiden sich SEO-Tools von KI-Sichtbarkeits-Tools?

Rank-Tracker messen Positionen, KI-Sichtbarkeits-Tools messen Anteile:

SEO-Tools und KI-Sichtbarkeits-Tools im Vergleich
MerkmalSEO- und Rank-Tracking-ToolsKI-Sichtbarkeits-Tools
EingabeKeywordsPrompts, also ganze Fragen
MessobjektPosition einer URL in der TrefferlisteMarke, Domain und Quellen in generierten Antworten
ErgebnisRang, zum Beispiel Platz 4Quote oder Anteil über mehrere Durchläufe
WiederholbarkeitBei gleichen Einstellungen gut vergleichbarSchwankt, mehrere Durchläufe nötig
Offizielle DatenSearch ConsoleTeilweise: Search Console (Impressionen), Bing Webmaster Tools (Zitierungen)

Die Werkzeuge ergänzen sich: Deine Position in der klassischen Suche prüfst du weiter mit dem Rank Tracker, KI-Sichtbarkeit misst du zusätzlich.

Gibt es Tools, die KI-Sichtbarkeit mit SEO-Daten kombinieren?

Ja, auf zwei Wegen. Erstens zeigen SEO-Suiten mit KI-Modul beides nebeneinander: Semrush bündelt sein AI Visibility Toolkit mit dem SEO-Toolkit, SE Ranking und SISTRIX führen das KI-Tracking in derselben Plattform, und Ahrefs leitet die Prompts von Brand Radar aus seiner Keyword-Datenbank ab.

Zweitens kombinierst du selbst: Die Search Console liefert Impressionen deiner Seiten in AI Overviews und AI Mode, die Webanalyse Besuche aus KI-Quellen. Lege dafür ein Segment für Referrer von KI-Assistenten an. Laut OpenAI hängt ChatGPT an Verweis-URLs den Parameter utm_source=chatgpt.com an. Nicht jeder Besuch lässt sich so zuordnen, nimm die Zahl deshalb als Mindestwert. Dein Rank Tracking liefert die klassische Position, die Prompt-Messung die zitierten URLs. Verknüpfe beides über die URL: Welche Seiten ranken in den Top 10, werden aber nie zitiert? Welche werden zitiert, obwohl sie schlecht ranken?

Kostenlos starten: der KI-Sichtbarkeit Check von rank-tracking.de

Unser KI-Sichtbarkeit Check ist eine kostenlose Option für den ersten Überblick, ohne Anmeldung. Er liest deine Startseite und bis zu drei weitere Seiten und schlägt daraus Marke, Wettbewerber und sechs typische Kundenfragen ohne deinen Markennamen vor; vor dem Start kannst du alles ändern. Jede Frage geht an ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity, jeweils mit aktivierter Websuche für das gewählte Land. Ein Sprachmodell erkennt in den 24 Antworten die genannten Marken samt Reihenfolge und Tonalität.

Daraus berechnet der Check die Kennzahlen dieses Ratgebers: Sichtbarkeit (der Anteil der Antworten mit Nennung, also die Erwähnungsrate), Share of Voice, die durchschnittliche Position, den Anteil positiver Nennungen, deinen Rang unter allen genannten Marken und den Anteil der Antworten, die deine Domain als Quelle zitieren. Dazu kommen die zitierten Domains, ein Vergleich der Plattformen und ein GEO-Audit deiner Website mit priorisierten Maßnahmen. „Erneut messen“ wiederholt die Prüfung mit identischen Fragen und zeigt die Veränderung; Export als CSV oder JSON ist möglich.

Seine Grenzen gehören dazu:

  • Er wertet API-Antworten der Plattformen mit Websuche aus, nicht ihre App-Oberflächen. Anmeldung, Verlauf und Standort einzelner Nutzer fließen nicht ein, und die Apps können andere Modelle einsetzen.
  • Sechs Fragen mit je einer Antwort pro Plattform sind eine Stichprobe, kein vollständiges Prompt-Set und keine Wiederholungsreihe. Die Zufallsschwankung von oben gilt auch hier: Bei 24 Antworten liegt sie für einen Anteil um 50 Prozent bei rund ±20 Prozentpunkten.
  • Er misst Nennung und Zitierung, keine Besuche, und ist keine Dauerüberwachung: Jede Prüfung startest du selbst. Sie läuft auf dem Server weiter, auch wenn du den Tab schließt.
  • Ergebnisse gehören zu deinem Gast-Arbeitsbereich in diesem Browser, ohne Konto. Pro Netzwerk gibt es drei kostenlose Prüfungen am Tag.

Wie die Tools von rank-tracking.de messen, steht in der Methodik.

Häufige Fragen zur KI-Sichtbarkeit

Welche KPIs sind wichtig für die Messung von KI-Sichtbarkeit?

Für den Einstieg reichen vier Kennzahlen: Erwähnungsrate, Zitierrate, Share of Voice und Themenabdeckung. Danach folgen Prominenz in der Antwort, Tonalität, Quellen-Domains und Faktentreue. Jede Quote braucht einen klar definierten Nenner und mehrere Durchläufe je Prompt.

Wie messe ich Sichtbarkeit in KI-Antworten?

Lege ein festes Prompt-Set an und stelle jede Frage mehrfach in neuen Chats, je KI-System getrennt. Kodiere jede Antwort nach Erwähnung, Quelle und Empfehlung und rechne daraus Quoten aus. Wiederhole die Messung in festem Rhythmus mit demselben Set.

Wie erstelle ich ein effektives Prompt-Set zum Tracking unserer KI-Sichtbarkeit?

Leite 20 bis 50 Fragen aus Kundenfragen, Suchanfragen und Wettbewerbervergleichen ab. Verteile sie auf Themen und Intentionen wie informieren, vergleichen, auswählen und kaufen, trenne markenfreie von Marken-Prompts und formuliere pro Sprache neu. Ändere das Set während einer Messreihe nicht.

Gibt es kostenlose Tools zur Überprüfung der KI-Sichtbarkeit?

Ja, als Momentaufnahme. Kostenlose Checks bieten unter anderem Ahrefs, Semrush, SE Ranking und HubSpot sowie der KI-Sichtbarkeit Check von rank-tracking.de. Kostenlos sind auch die Search Console und die Bing Webmaster Tools. Verlauf und eigene Prompts gehören bei den genannten Anbietern zu den Konto- oder Bezahlprodukten (Stand: 17. Oktober 2026).

Wie unterscheiden sich SEO-Tools von KI-Sichtbarkeits-Tools?

SEO-Tools messen die Position einer URL für ein Keyword in einer Trefferliste. KI-Sichtbarkeits-Tools stellen ganze Fragen an KI-Systeme und zählen, wie oft Marke oder Domain in den Antworten vorkommen. Weil Antworten schwanken, liefern sie Quoten statt Ränge.

Wie messe ich die KI-Sichtbarkeit vor und nach einer Content-Kampagne?

Miss vor dem Start zweimal mit einem festen Prompt-Set und ergänze Kontroll-Prompts zu Themen ohne Kampagne. Miss danach in festen Abständen und vergleiche die Veränderung mit der Zufallsschwankung. Prüfe zusätzlich, ob die neuen URLs als Quellen zitiert werden.

Welche Tools messen KI-Sichtbarkeit in mehreren Sprachen?

Mehrere Tracker und Suiten lassen Land oder Region wählen, laut Herstellerseiten zum Beispiel Semrush, Otterly.AI und Rankscale. Die Abdeckung unterscheidet sich und ändert sich laufend. Achte darauf, dass du Sprache und Land pro Prompt festlegen kannst, und baue pro Sprache ein eigenes Prompt-Set.